May
26
2009

Iggy will „Raw Power“-Reunion

Iggy will „Raw Power“-Reunion

Wer geglaubt hatte, mit dem Tod des Ur-Gitarristen Ron Asheton sei das Kapitel The Stooges endgültig abgeschlossen, muss umdenken. Punkrock-Urvater Iggy Pop spielt mit dem Gedanken, den 1973er Album-Klassiker „Raw Power“ mit dem damaligen Gitarristen und Songwriter James Williamson live umzusetzen. „Ich traf James letzte Woche in L.A. zum ersten Mal nach dreißig Jahren. Da kam auch eine Kollaboration zur Sprache. ‚Raw Power‘ wäre unser Repertoire“, so Pop im Interview mit der Zeitung „The Australian“. Die Stooges sind tot, es lebe der Nachwuchs Mit der Originalband The Stooges sei es nach Ashetons Herztod zwar vorbei, „aber wir haben noch Iggy & The Stooges, den Nachwuchs der Band“. Als heißester Kandidat für den Bassisten-Slot geht Mike Watt von den Minutemen ins Rennen, der schon bei den Reunion-Shows dabei war. „Raw Power“: Extrem emotional James Williamson kam 1973 nach den Alben „The Stooges“ und „Fun House“ als Gitarrist zur Band. Sein Einstieg degradierte Ron Asheton zum Bassisten. „Raw Power“, dessen Songs Pop und Williamson gemeinsam schrieben, entstand unter extremen emotionalen Bedingungen und erschien unter dem Bandnamen Iggy & The Stooges. Urschrei der Punkrock-Bewegung Als das von David Bowie gemixte Album erneut keinen kommerziellen Erfolg einbrachte, trennte sich die Band kurze Zeit später. Heute gilt es als Urschrei der aufkeimenden Punkrock-Bewegung. Kurt Cobain nannte es häufig als sein Rock-Lieblingsalbum und der Songtitel „Search & Destroy“ ist auf Henry Rollins‘ Nacken für die Ewigkeit tätowiert.