Sep
28
2018

Dave Grohl: PLAY

Meine Kinder dabei zu beobachten, wie sie anfangen, Musik zu machen, singen zu lernen oder Schlagzeug zu spielen, versetzt mich in jene Zeit zurück, als ich in ihrem Alter war und mir Alben angehört habe, um davon zu lernen… und wenn ich meine Kinder zur Musikschule bringe, dann sehe ich einen Raum voller Kinder, die sich alles abverlangen, um es hinzubekommen. Und selbst jetzt, als 49-jähriger Mann, versuche ich immer noch, es richtig hinzubekommen… Musikmachen ist nichts, was man irgendwann wirklich beherrscht. Man setzt sich immer wieder neue Ziele, und du versuchst immer, einen Weg zu finden, die Dinge zu verbessern, die du gelernt hast.“

Während die Foo Fighters sich weiterhin auf großer „Concrete And Gold“-Welttour befinden, haut Dave Grohl ein noch nie dagewesenes neues Projekt raus: die mit Abstand herausforderndste Performance seiner sagenhaften Karriere.

PLAY” ist der Titel einer zweiteilige Mini-Dokumentation, bei der Grohl zusammen mit „Sound City“/„Sonic Highways“-Partner Mark Monroe Regie führte. Sie zeigt die Herausforderungen und den Lohn, die es mit sich bringt, wenn man sein Leben dem Erlernen und Beherrschen eines Musikinstruments widmet. Teil eins beginnt mit Behind-The-Scenes-Footage einer Diskussion über die Liebe zum Musizieren und der lebenslangen Beziehung mit einem Instrument, und zeigt detailliert den Prozess und Herausforderungen, die der audiovisuelle Mitschnitt der einzigartigen Perfomance mit sich bringt.

Der „PLAY“-Film zeigt die titelgebende, 23-minütige Ein-Mann-Band-Instrumentalaufnahme, bei der Grohl alle sieben Instrumente spielt. Das komplette Lied wurde von Grohl jeweils auf einem anderen Instrument 23 Minuten lang live eingespielt. Beginnend mit der Aufnahme des gesamten Schlagzeug-Tracks, rein aus dem Gedächtnis, ohne Noten- oder Guide-Tracks, gefolgt von Gitarre, dann Bass, dann Keyboards, und so weiter … Grohl hatte sich das Konzept der Ein-Mann-Band-Aufnahme-Session selbst auferlegt, bei dem er gezwungen war, den 23-minütigen Song beim geringsten Fehler wieder von vorne zu beginnen – oder wenn er das Gefühl hatte, einen besseren Take abliefern zu können. Die Ton-Aufnahmen entstanden unter der Regie von „Concrete And Gold“-Engineer Darrell Thorp.

Brandon Trost („The Disaster Artist”, „This is The End”) filmte in klassischem Schwarzweiß, das Licht wurde dabei jeweils den dramatischen Höhen und Tiefen des epischen Instrumentals angepasst. „PLAY“ besteht letztendlich aus dem Zusammenschnitt aller sieben Grohls, die gemeinsam musizieren. Im interaktive Online-Modus bietet „PLAY“ den Zuschauern/Zuhörern/Teilnehmern die Möglichkeit, die Mini-Doku- und Grohl-Aufführung wahlweise wie gehabt anzuschauen, sich auf ein Instrument zu konzentrieren und/oder „PLAY“ als Noten herunterzuladen. Die Online-Version von „PLAY“ enthält auch eine Liste von Organisationen, in denen Zeit, Geld und Instrumente gespendet werden können – und Orte, an denen junge und alte Musiker die Möglichkeit haben, Musik live zu spielen.

Die Herausforderungen, die Grohl bei der Erstellung von „PLAY“ für sich selbst schuf, spiegeln die täglichen Herausforderungen von Musikstudenten wider: die Hindernisse, mit denen sie sich täglich bei der Verbesserung ihrer Fähigkeiten herumschlagen müssen, unterscheiden sich nicht von denen eines Stadion-Rockers von Weltruf, beide streben nach den gleichen Zielen. Die Ziel: „PLAY“ soll  Musikausbildung inspirieren und fördern. Der Film zeigt auch Szenen mit jungen Musikern der Musikschule „Join The Band“ im San Fernando Valley, die ihr Handwerk ausüben und unermüdlich arbeiten, um perfekt zu werden. Am Ende kommen alle zu dem selben Schluss (in Grohls Worten): „Wie bei jedem Kind ist die Belohnung, den Song zu spielen.“

Durch Partnerschaften mit Musik- und Medienorganisationen, Schulen und Wohltätigkeitsorganisationen auf der ganzen Welt soll die Darstellung der Freude am Musizieren in „PLAY“ ein Katalysator für Diskussionen und Aktionen sein, die der Musikausbildung auf globaler Ebene dienen.

PLAY“ gibt es ab sofort als limitiertes Vinyl.

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